Technische/r Produktdesigner/-in

Technische/r Produktdesigner/in ein neuer staatlich anerkannter Ausbildungsberuf im dualen System. Die Ausbildung für diesen Beruf findet im Betrieb und in der Berufsschule statt.

Die Ausbildungszeit beträgt 3 Jahre und endet mit einer Abschlussprüfung vor der Handelskammer Hamburg. Der praktische Teil der Prüfung setzt sich aus einem 70-stündigen betrieblichen Auftrag und einem Fachgespräch mit Präsentation unter Vorlage einer Dokumentation zusammen.

Tätigkeitsbereiche

In unseren Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen werden Maschinen zur Herstellung von Zigaretten entwickelt. Ingenieure konstruieren neue Maschinen und Varianten mit Hilfe von 3D-CAD Systemen. Auf dem Weg vom Prototyp zur Serie gibt es viele Ideen, Konzepte, Verbesserungen und Alternativen zu entwickeln.

Der Technische Produktdesigner assistiert dem Konstrukteur und begleitet den Konstruktionsprozess von A-Z. Der Technische Produktdesigner erstellt nach den Vorgaben des Konstrukteurs dreidimensionale Datenmodelle. Er korrigiert Fehler und erstellt neben Werkstattzeichnungen auch Explosionszeichnungen unter Beachtung fertigungs- und montagetechnischer Funktionen. Er beschafft sich Informationen aus Katalogen, nutzt das Intranet bzw. Internet und klärt Inhalte mit den Kollegen benachbarter Abteilungen ab. Er ist verantwortlich für die technischen Unterlagen in der Konstruktion.

Ausbildungskonzept

Der Ausbildungsverlauf ist in Halbjahre gegliedert und beinhaltet ein Qualifikationsschwerpunkt. Dabei schließt jeder Ausbildungsabschnitt mit einem Projekt ab, z.B. Erstellen von technischen Begleitunterlagen für eine Vorrichtung inkl. technischer Klärung mit vor- und nachgelagerten Abteilungen.

Seminare und externe Veranstaltungen

Die Ausbildung beginnt mit einer einwöchigen Exkursion. Während dieser Exkursion werden gruppendynamische Seminare durchgeführt. Andere Seminare und Veranstaltungen sind z.B.:

  • Rechte und Pflichten
  • Sozialversicherung
  • Lernwege "Wie lernt man Lernen"
  • Umwelt
  • Erste-Hilfe
  • Produktkenntnisse
  • Arbeitssicherheit
  • Qualitätsmanagement

und berufsspezifische Seminare:

  • Projektmanagment
  • Unigraphics

Ausbildungsverlauf

Basiskenntnisse zur Konstruktionstechnik: Darstellen von Werkstücken und Baugruppen in verschiedenen Ansichten und Schnitten. Zeichnen von Handskizzen und Perspektivzeichnungen (CAD-Anwendungen zweidimensional).

Nutzen der technischen Informationssysteme und Erstellen von technischen Zeichnungen als Werkstattdokumente, d.h. mit Bemaßung und Toleranzangaben. In einem Projekt werden die Grundlagen der Konstruktionstechnik im Team angewendet und in einer Präsentation vorgestellt und dokumentiert.

Produktion Mechatronik und Auftragserfüllungsprozess: Herstellen von Bauteilen in der spanenden Produktion manuell und maschinell. Anwenden von Grundlagen der Pneumatik und Steuerungstechnik im Labor. Im Kooperationsprojekt zwischen Schule und Betrieb werden die betriebliche Organisation und Auftragssteuerung am Beispiel der Stückliste transparent gemacht.

Montage und Qualitätsmanagement: Montage von Bauteilen zu Baugruppen unter Nutzung der technischen Unterlagen. Qualitätsprüfung in der Produktion durchführen. Im Projekt Getriebe werden integrierte Fragestellungen wie z.B. Maschinenelemente, Fertigungs- und Montagetechniken, Form- und Lagetoleranzen bearbeitet und mit einer 3D-CAD-Anwendung bearbeitet.

Die Integrierte Zwischenprüfung findet im 2. Ausbildungsjahr statt. Diese wird wie ein betrieblicher Auftrag abgewickelt . Es müssen u.a. ein 3D- Datensatz von Baugruppen und Bauteilen erstellt werden.

Nach der Zwischenprüfung erfolgt der Konstruktionseinsatz: Das fünfte und sechste Halbjahr sind Praxisphasen in der Konstruktion. Es werden reale Arbeitsaufträge, d.h. Konstruktionsunterlagen mittels 3D-CAD Systemen erstellt. Dabei werden die Prozesse und Abläufe gelernt, sowie das Kunden- Lieferantenverhältnis erlebt. Der Ausbildungsabschluss erfolgt durch eine schriftliche Prüfung und durch einen betrieblichen Auftrag. Beispielsweise wird eine Konstruktionsänderung durchgeführt und in einem Fachgespräch technisch erläutert und nachgewiesen.

Berufsschule

Ergänzt wird die betriebliche Ausbildung durch jährlich 13 Wochen theoretischen Unterricht in der Berufsschule. Dieser Unterricht findet in Blockform an der Gewerbeschule 17 mit einer Blocklänge von 3-4 Wochen statt. Im Rahmen der Lernortkooperation entwickeln Berufsschullehrer und Hauni- Ausbilder vernetzte Projekte, die betriebliche Aufgabenstellungen widerspiegeln.

Vorrausetzungen

  • Mittlere Reife mit guten Noten in Mathematik und Physik oder Abitur

Fähigkeiten, die für Technische Produktdesigner/ -designerinnen von besonderer Bedeutung sind:

  • Selbstständiges Lernen
  • Strukturiertes Arbeiten
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Kommunikations- und Sprachfähigkeiten
  • Räumliches Vorstellungsvermögen

Weiterbildung

Nach der abgeschlossenen Berufsausbildung stehen nach einigen Jahren Berufserfahrung folgende Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Ausbildung zum Techniker (z.B. Maschinenbautechniker) (m/w)
  • Ausbildung zum geprüften Konstrukteur (m/w)
  • Ausbildung zum Technischen Betriebswirt (m/w)
  • Studium an einer Universität oder einer Fachhochschule (Voraussetzung: Abitur oder Fachabitur)

Bei der Hauni Maschinenbau AG werden Mitarbeiter ausgebildet, weitergebildet und trainiert, damit sie auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen optimal vorbereitet sind. Ein Personalentwicklungsprogramm unterstützt diesen Prozess wirksam.

Wir wollen, dass jeder Mitarbeiter mit seinen Qualifikationen und seinen Vorstellungen am richtigen Platz eingesetzt wird.

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Kontakt: Silke Busch
Tel.: +49 40 / 7250 - 2570
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