Mechatroniker/-in

Mechatroniker/in ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf im dualen System. Die Ausbildungszeit beträgt 3½ Jahre und endet mit einer schriftlichen und einer praktischen Abschlussprüfung vor der Handelskammer Hamburg. Der praktische Teil setzt sich zusammen aus einem dreißigstündigen betrieblichen Auftrag inklusive Dokumentation, sowie einem dreißigminütigen Fachgespräch.

Tätigkeitsbereiche

Er/Sie stellt nach Plänen mechanische, elektrische, elektronische und mechatronische Geräte, Baugruppen und Systeme her, die zur Steuerung und zum Betrieb von Maschinen und Anlagen benötigt werden. Er/Sie prüft und ändert Programme von computergesteuerten Maschinen. Weitere Aufgaben sind Prüfen, Warten, Instandsetzen und Inbetriebnahme von Maschinen und deren Zusatzeinrichtungen. Er/Sie misst elektrische Kontrollwerte, prüft Geräte und nimmt sie in Betrieb.

Seminare und externe Veranstaltungen

Die Ausbildung beginnt mit einer einwöchigen Exkursion. Während dieser Exkursion werden gruppendynamische Seminare durchgeführt. Andere Seminare und Veranstaltungen sind z.B.:

  • Rechte und Pflichten
  • Sozialversicherung
  • Lernwege "Wie lernt man Lernen"
  • Umwelt
  • Erste-Hilfe
  • Produkt
  • Qualitätsmanagement
  • Arbeitssicherheit

und berufsspezifische Seminare:

  • Schweißlehrgänge (E-Hand, Gasschmelzschweißen, WIG, etc.) 
  • Umformlehrgang (Blechbearbeitung)

Grundausbildung (12 Monate)

In der Grundausbildung werden folgende Grundkenntnisse vermittelt:

  • Lesen, Anwenden und Erstellen von technischen Unterlagen 
  • Elektrotechnische Fertigkeiten, z.B. Messen, Löten, Zurichten, Quetschen
  • Grundausbildung Elektrotechnik
  • Grundausbildung Analogtechnik
  • Messen und Prüfen von Gleich- und Wechselstromgrößen 
  • Grundausbildung Haus- und Industrieinstallation
  • Grundausbildung Steuerungstechnik (Pneumatik, Elektropneumatik) und Maschineninstallation
  • Manuelle Werkstoffbearbeitung, z.B. Feilen, Anreißen, Körnen, Reiben 
  • Blechbearbeitung
  • Maschinelle Werkstoffbearbeitung, z.B. Bohren, Drehen, Fräsen, Sägen 
  • Grundlegende mechanische Fertigkeiten, z.B. Messen, Schweißen, Löten, Verschrauben, Kleben
  • Unterscheiden, Bestimmen und Zuordnen von Werkstoffen 
  • Arbeitssicherheit
  • Datenschutz
  • Umweltschutz und rationeller Energieverbrauch

Fachausbildung 1 (6 Monate) 

Der erste Teil der Fachausbildung dauert 6 Monate und soll die in der Grundausbildung erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten vertiefen. Diese Inhalte werden in Fachkursen im Bildungszentrum, bei Betriebseinsätzen und in externen Lehrgängen vermittelt:

  • Montage und Inbetriebnahme von Geräten und Baugruppen 
  • Fachlehrgang Digitaltechnik
  • Fachlehrgang Steuerungstechnik (Elektropneumatik, SPS-Technik) 
  • Projektarbeit "Modulares Produktionssystem"
  • Praxisorientiertes Arbeiten in verschiedenen Fachabteilungen, z.B. Qualitätssicherung, Montage, Betriebsinstandhaltung
  • Schweißlehrgang 

Fachausbildung 2 (24 Monate)

Der zweite Teil der Fachausbildung dient der Vertiefung der bisher erworbenen Kenntnisse und Spezialisierung in den betrieblichen Fachabteilungen:

  • Softwareprogrammierung
  • Mitarbeit in der Qualitätssicherung
  • Praxisorientiertes Arbeiten in verschiedenen Fachabteilungen, z.B. Qualitätssicherung, Montage, Betriebsinstandhaltung, Inbetriebnahme Zigarettenmaschinen
  • Vorbereitung auf die Facharbeiterprüfung

Berufsschule

Ergänzt wird die betriebliche Ausbildung durch jährlich 13 Wochen theoretischen Unterricht in der Berufsschule. Dieser Unterricht findet in Blockform an der Gewerbeschule 16 mit einer Blocklänge von 3-4 Wochen statt.

Vorrausetzungen

Ausbildungsvorrausetzungen sind:

  • Guter Realschulabschluss oder Abitur
  • Gute Kenntnisse in den naturwissenschaftlichen Fächern
  • Gutes mathematisches und technisches Verständnis
  • Gute Englischkenntnisse
  • Handwerkliches Geschick
  • Weltoffenheit, Mobilität
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Farbtüchtigkeit

Weiterbildung

Nach der abgeschlossenen Berufsausbildung stehen nach einigen Jahren Berufserfahrung folgende Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung: 

  • Ausbildung zum geprüften Industriemeister (m/w)
  • Ausbildung zum Handwerksmeister (m/w)
  • Ausbildung zum Techniker (z.B. Maschinenbautechniker) (m/w) 
  • Ausbildung zum REFA Fachmann (m/w)
  • Ausbildung zum Technischen Betriebswirt (m/w)
  • Studium an einer Universität oder einer Fachhochschule (Voraussetzung: Abitur oder Fachabitur) 

Bei der Hauni Maschinenbau AG werden Mitarbeiter ausgebildet, weitergebildet und trainiert, damit sie auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen optimal vorbereitet sind. Ein Personalentwicklungsprogramm unterstützt diesen Prozess wirksam.

Wir wollen, dass jeder Mitarbeiter mit seinen Qualifikationen und seinen Vorstellungen am richtigen Platz eingesetzt wird. 

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Kontakt: Gerald Glaeser
Tel.: +49 40 / 7250 - 3703
Fax: +49 40 / 7250 - 3870
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